Schützen gewinnen, weil sie 2 Tore mehr schießen als die Gäste

07.08.2017, 20:30 Uhr: Freundschaftsspiele 2017 - Testspiel

Schützen Richrath - MonCity 4:2 (1:2)

An diesem moderaten Montagabend konnten die Schützen nicht die gewohnte Leichtfüßigkeit aufs Parkett zaubern und somit wurde es ein anstrengender und langwieriger Abend vor allem für die Betrachter an der Seitenlinie. Vielleicht lag es daran, dass die Schützen sich von der Vollmondkulisse beeindrucken ließen, aber der Mond sollte heute der einzige sein, der sich vernünftig aus dem Schatten der Deckung lösen konnte. Zwar spielten die Schützen eine hohe Zahl von Fehlpässen, was aber durch überraschende Laufwege aufgewogen wurde. So war es dann eine oft paraphrasierte Einzelleistung von Julian über die linke Seite, die zum 1-0 führte. Man könnte meinen, dass das Spiel dadurch nun ebenso solide und gekonnt durchgezogen würde, wie ein angebrochener Kasten am Spielfeldrand, jedoch ließ sich dieser Effekt fußballerisch heute nicht wiederfinden. Im Gegenteil, man ließ den Gegner aus MonCity ins Spiel kommen und ließ sich auf Kinkerlitzchen mit dem Unparteiischen ein. So kam es zum Ausgleich für die Gäste durch einen fiesen Fernschuss. Vor allem in dieser Phase des Spiels spielten die Schützen ihre Angriffe teilweise genauso vernünftig zu Ende gespielt wie eine gemeine Partie Monopoly. Noch vor der Pause erhöhten die Gäste überraschend aber nicht unverdient auf 1-2 und sorgten für den Halbzeitrückstand für die Schützen. In Durchgang zwei änderte sich das Bild lediglich in der Spielrichtungen der beiden Mannschaften. Jedoch konnte man bei den Schützen immerhin eine etwas verbesserte kämpferische Einstellung wahrnehmen, was dazu führte, dass man mit neuen Kräften zu Chancen kam und leicht die Überhand übernahm. Teilweise wurden Angriffe immerhin bis in den Strafraum gespielt, doch die Direktabnahmen vor dem Tor wurden teilweise völlig übertrieben in eine benachbarte Zeitzonen befördert. Einer der Angriffe jedoch wurde tatsächlich in persona Marc eingenetzt. In für den Montagabend ungewohnter Manier traf er in Form einer akrobatischen Bewegung ähnlich eines Fallrückziehers zum 2-2. Dem gewöhnlichen Follower der Schützen könnte dieser Begriff eine vollkommen neue Vokabel darstellen, daher eine kurze Erklärung: ‚Der Fallrückzieher ist eine besondere Variante des Rückziehers und des Scherenschlags. Der Spieler steht mit dem Rücken zu seinem Ziel, lässt sich mit leichtem Sprung nach hinten auf den Rücken fallen und schlägt den Ball volley mit dem Spann. Der Ball fliegt über den Kopf des Spielers und landet idealerweise im Tor oder wird so durch den Abwehrspieler vor dem Tor entfernt. Fachleute nennen den Fallrückzieher auch bicicleta, was aus dem brasilianischen Portugiesisch stammt und Fahrrad bedeutet (englisch bicycle kick).‘ (wikipedia.org, 08.08.2017) Das Spiel plätscherte daraufhin weiter seiner Wege und die Schützen profitierten in der Schlussphase von starken Standards, die zum 4-2 Endstand führten. Aber selbst das Freistoßtor von Marc war seltsam uninspiriert in die untere Torwartecke platziert und ein Handelfmeter wurde von Henry kraftlos mit der Innenseite versenkt. Der Sieg und die Leistung der Schützen waren mit Hinblick auf die zweite Jahreshälfte in etwa so vielversprechend und aussagekräftig wie ein Eheversprechen von Lothar Matthäus. Besonders eine Woche, bevor es zum Meister geht, bleibt abzuwarten, welche Schlüsse aus dem heutigen Spiel gezogen werden.

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Schützen zwei Köpfe unter Augenhöhe

31.07.2017, 20:30 Uhr: Freundschaftsspiele 2017 - Testspiel

Schützen Richrath - SBS Düsseldorf 4:10 (0:6)

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Tag der offenen Tore am Schlangenberg

17.07.2017, 20:30 Uhr: Freundschaftsspiele 2017 - Testspiel

Schützen Richrath - FC Hobbykicker 1980 7:8

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Schützen ziehen kampflos ins Finale ein

10.07.2017, 20:30 Uhr: BKV Pokal 2017 - Halbfinale Rückspiel

Schützen Richrath - Commerzbank D'dorf 2:0

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Schützen drehen erstmals Spiel in diesem Jahr

03.07.2017, 20:00 Uhr: Freundschaftsspiele 2017 - Testspiel

Schützen Richrath - ProSoccers Langenfeld 4:2 (0:1)

An diesem ungewohnt zinsfreien Montagabend in Reusrath verhielten sich die Schützen weitgehend ruhig und unaufgeregt, wohl in steten Bewusstsein sich die taktischen Kniffe erst für das wichtige Meisterschaftsrückspiel gegen die Prosoccers aus Langenfeld aufzuheben, und ihnen dann die Lehrstunde zu erteilen, wo der Unterschied zwischen Taktik und Strategie liegt.
Man merkte an vielen Ecken, dass durch die Pflichtspielpause alle sowohl körperlich als auch mental etwas durchatmen wollten. So musste der Präsi heute sowohl aus einem etwas enger geschnürten Kader, als auch aus einem handwarmen Kasten schöpfen. Die Schützen verzichteten aus Solidarität mit der Sportstadt Langenfeld heute auch auf geschmackloses Offensivfeuer anlässlich der Vorkommnisse der letzten Woche. Dementsprechend plätscherte das Spielgeschehen in den ersten Minuten auch so vor sich her. Nach turbulenten Wochen mal nicht die Dominanz auszustrahlen, die das Schützenspiel zuletzt ausgestrahlt hat, war überraschend, immerhin der Schützenrückhalt konnte sich sein Portfolio mit der ein oder anderen unhaltbaren Parade auffüllen und sich zeitweise in einen nostalgischen in sepia-getönten Vergangenheits-Victor-Zustand zurückträumen. Mitten in diesen Traum klopfte die, vor dem Tor meist zu unzielstrebige, Offensivabteilung der Prosoccers und vollstreckte nach kräftiger Schützen-Schützenhilfe zum 1-0.
Nach der Pause wehte ein ganz anderer Wind über die fremde Reusrather Sportanlage. Genauso souverän wie den Seitenwechsel meisterten die Schützen auch das Heft des Spielgeschehens in die Hand zu nehmen. Es gestaltete sich ein offeneres Spiel. So waren es Marc und Marci die für die Schützen die Karten offener gestalten konnten. Denn es stand immerhin noch offen, die letzte ungeschlagene Serie von 9 ungeschlagenen Spielen zu Rasen und Tisch aus dem Jahre 2016 zu egalisieren.
In die idyllische zweite Halbzeit erschallte dann von der Mittellinie ein schriller und völlig unberechtiger Elfmeterpfiff, und wenn ich unberechtigt sage, dann meine ich in etwa so unberechtigt, wie das Glasflaschenverbot in der Schlangenberg‘schen Heimatkabine. Verunsicherungs-Victor hatte nicht nur seinen Spickzettel in der Waschmaschine völlig mit buntem Papier verwaschen. Seine Taktik, immer in dieselbe Ecke zu springen, scheiterte daran, vergessen zu haben, in welche Ecke er beim letzten Mal gesprungen war. Das 2-2 bedeutete für die Schützen noch einmal einen Gang zuzulegen. Und für den Fall haben die Schützen immernoch ein Ass im Ärmel. Oder zumindest eine Pik 7. Und somit konnte Nico wenig später nach glänzender Vorarbeit von Marc zum 3-2 aus stark abseitsunverdächtiger Position einschieben. Und mit unverdächtig mein ich verdächtig.
Den Schlusspunkt eines weite Strecken unaufgeregten Spiels setzte Marc nach präsidialer Vorarbeit zum 4-2.

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